Fragen und Antworten

Wie kamt ihr auf die Idee, eine Fahrradweltreise zu machen?

Die Idee einer Weltreise stand schon lange zwischen uns. Schlussendlich haben wir uns vor allem aus finanzieller Sicht dazu entschieden und, weil man so nachhaltig und langsam Reisen kann.

Was ist eure Motivation eine Fahrradweltreise zu machen?

Unsere Motivation liegt im Entdecken neuer Länder und Kulturen sowie der Faszination, Neues zu erleben und einen eigenen Blickwinkel auf sie zu entwickeln. Wir bevorzugen langsames Reisen, um die jeweiligen Länder auf Augenhöhe kennenzulernen und in Einklang mit der Natur zu sein, während wir dem Konsum entgehen oder ihn minimieren.

Wann kommt ihr zurück?

Das wissen wir noch nicht. Wir halten alles offen.

Wie lange plant ihr, unterwegs zu sein?

Wir möchten unsere Reise so lange wie es geht fortsetzen und immer neue Orte entdecken.

Wie habt ihr euch auf eine solche Reise vorbereitet?

Nachdem wir uns für die Fahrradweltreise entschieden hatten und ein Startdatum festlegten, begannen wir intensiv mit Recherchen und dem Sammeln von Informationen. Wir planten unsere Route grob, verkauften Gegenstände über Plattformen wie Ebay und Kleinanzeigen, informierten Verwandte über unsere Pläne und beantragten Reisepässe sowie erforderliche Impfungen. Die Bestellung und Prüfung unserer Ausrüstung und Fahrräder waren wichtige Schritte, bei denen wir auch Teile zurücksendeten, die nicht unseren Anforderungen entsprachen. Schließlich kündigten wir unsere Wohnung und unsere Jobs, um uns vollständig auf das Abenteuer vorzubereiten.

Welche Route plant ihr für eure Reise?

Wir sind ursprünglich in Deutschland gestartet und über die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Spanien und Portugal entlang der Atlantikküste gereist. Nachdem wir auch Marokko und Teile Südamerikas wie Brasilien, Uruguay, Paraguay und Argentinien erkundet haben, führt uns unser Weg nun wieder Richtung Osten.

Unser aktueller Plan (Stand März 2026) ist es, quer durch Italien zu radeln, mit der Fähre nach Albanien überzusetzen und dann entlang der Küste durch Griechenland zu fahren. Von dort aus planen wir den Weg nach Norden über Nordmazedonien, Serbien, Ungarn und Österreich.

Nach einer mehrmonatigen Arbeitspause soll es voraussichtlich irgendwann nach/durch Asien gehen. Informationen zur bisher zurückgelegten Route findest du hier.

Wie finanziert ihr eure Fahrradweltreise?

Zunächst finanzieren wir unsere Fahrradweltreise hauptsächlich aus unseren Ersparnissen. Da unsere Lebenshaltungskosten generell niedrig sind, benötigen wir nicht viel Geld für Reisen. Unsere Ausgaben beschränken sich vor allem auf Nahrung, Visa, Ersatzteile und Internet. Zusätzlich teilen wir regelmäßig unsere Reiseerlebnisse in unserem Blog und auf Social Media, in der Hoffnung, dass wir irgendwann durch Monetarisierung oder passende Sponsoren Unterstützung erhalten. Annkathrin hat zudem eine Vereinbarung mit ihrem ehemaligen Arbeitgeber, wodurch sie 1-2 Mal im Monat für wenige Stunden Aufträge abarbeiten kann. Nico wäre auch bereit, einfache körperliche Arbeit zu verrichten oder sein passives Einkommen auszubauen.

Welche Ausrüstung habt ihr mit auf eure Reise?

Dazu haben wir eine detaillierte Liste. Diese findet ihr hier.

Wie plant ihr eure Routen?

Aktuell mit Outdooractive. Anfangs haben wir Komoot genutzt, aber es gab zuletzt technische Probleme, weshalb wir umgestiegen sind.

Fahren wir E-Bikes?

Nein, unsere Expeditionsräder haben keinen Elektroantrieb.

Wo schlafen wir während unserer Reise?

Hauptsächlich im Zelt. Wir werden uns aber auch mal ein Hotel-/Hostelzimmer nehmen oder Einladungen zu privaten Unterkünften annehmen.

Was habt ihr für Ängste?

Eine große Angst in Bezug auf die Fahrradweltreise haben wird nicht. Lediglich etwas bedenken wie lange wir mit unserem gesparten Budget auskommen werden und wie es danach weitergeht.

Was gibt es für Gefahren?

Die größte Gefahr auf einer solchen Reise ist für uns ganz klar der Straßenverkehr. Man teilt sich oft enge Wege mit großen Fahrzeugen, was volle Konzentration erfordert. Eine weitere Unsicherheit sind Straßentiere: Auch wenn die meisten Hunde und Katzen sehr lieb sind und oft einfach nur schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben, weiß man nie sicher, ob oder wann ein Tier doch mal zuschnappt. Um für Notfälle gewappnet zu sein, haben wir eine kleine Reiseapotheke dabei, mit der wir kleinere Verletzungen selbst versorgen können.

Wo habt ihr vor eurer Fahrradweltreise gewohnt?

Wir haben gemeinsam in einer 71m² großen Zweizimmerwohnung in der schönen Stadt Lüneburg nahe des Bahnhofs gewohnt.

Wie habt ihr euch kennengelernt?

Annkathrin arbeitete damals in einer Werbeagentur in Uelzen. Nico begann zunächst als Nebenjob für dasselbe Unternehmen zu arbeiten und absolvierte dann sein Pflichtpraktikum für die Ausbildung zum Mediengestalter Digital & Print. Während der Praktikumszeit gingen wir nach der Arbeit gemeinsam zum Bahnhof und kommunizierten auf der Zug-Heimreise weiter über das Internet. Obwohl Nico den Betrieb wechselte, blieben wir in Kontakt, da wir uns mittlerweile verliebt hatten. Wir begannen uns regelmäßig zu treffen, pendelten abwechselnd zwischen Lauenburg/Elbe und Isernhagen und unternahmen viele Aktivitäten im Freien, was uns auch zum Sightseeing brachte und unsere Beziehung vertiefte.

Wie geht ihr mit dem Thema Wäsche waschen auf der Reise um?

Wir nutzen verschiedene Möglichkeiten, um unsere Wäsche zu waschen. Dazu gehören Waschbecken auf Campingplätzen, das Waschen bei Gastgebern oder in Hotels, SB-Wäschereien auf Supermarktparkplätzen oder auch Gelegenheiten während unserer Housesitting-Erfahrungen.

Seit Sommer 2025 haben wir zudem den Scrubba Wash Bag dabei (der uns von TheScrubba zur Verfügung gestellt wurde). Damit können wir unsere Kleidung auch mal ein wenig einweichen lassen, und dank der integrierten Noppen löst sich der Dreck deutlich besser als bei einer reinen Handwäsche. Wenn es gar nicht anders geht, nutzen wir im Notfall auch mal einen Fluss oder das Meer, achten dabei aber strikt auf die Umwelt.

Wie sorgt ihr dafür, dass ihr euch während der Reise frisch haltet?

Für die Körperpflege haben wir ebenfalls einige Optionen. Wir baden im Meer oder in Flüssen, nutzen Duschen auf Campingplätzen oder bei Gastgebern sowie in Hotels. Wenn es keine anderen Möglichkeiten gibt, haben wir auch eine mobile Dusche von Sea to Summit dabei, die wir im Notfall nutzen.

Wie geht ihr während der Reise auf die Toilette?

Wenn öffentliche oder private Toiletten in der Nähe sind, nutzen wir diese natürlich. Andernfalls gehen wir auch in die Natur. Dabei ist es uns wichtig, keine Spuren zu hinterlassen. Wir vergraben oder bedecken unsere Hinterlassenschaften so, dass sie nicht mehr sichtbar sind und niemand darauf tritt. Das benutzte Toilettenpapier nehmen wir in einem Müllbeutel mit und entsorgen es in der nächsten Mülltonne.

War es schwierig, sich an das dauerhafte Campen zu gewöhnen?

Nein, es war nicht schwer, sich an das Campen zu gewöhnen. Mit der Zeit haben wir unseren eigenen Rhythmus und unsere Routinen entwickelt, die uns den Alltag auf der Reise erleichtern.

Wo wollt ihr im Winter sein?

Am liebsten dort, wo es warm ist. Wir bevorzugen warme Orte, um den Winter in angenehmem Klima zu verbringen.

Fahrt ihr mit Klickpedalen?

Nein, wir fahren ohne Klickpedale. Wir haben uns entschieden, mit normalen Pedalen zu fahren, da diese für uns komfortabler sind.

Wie schwer ist euer Gepäck?

Das Gewicht des Gepäcks schwankt je nach Bedarf und Vorräten, die wir mitführen. Es liegt etwa zwischen 35 und 45 kg pro Rad. Unser Fahrrad wiegt selbst etwa 16 kg.

Tut euch der Popo nicht weh während der Fahrt?

Manchmal spüren wir leichte Beschwerden, aber es fällt kaum auf, da wir regelmäßig Pausen machen und unser Körper sich gut an den Alltag gewöhnt hat.

Wie habt ihr die Krankenversicherung für eure Reise geregelt?

Wir haben zunächst recherchiert und uns für eine fünfjährige Auslandskrankenversicherung bei der HanseMerkur entschieden. Anschließend haben wir bei unseren deutschen Pflichtversicherungen nachgefragt, ob eine Pause der Versicherung möglich ist. Beide haben uns bestätigt, dass die Auslandskrankenversicherung gleichwertig ist, und wir konnten die Beiträge während der Reise aussetzen, ohne zusätzliche Kosten zu haben.

Wie verständigt ihr euch in Ländern, deren Sprache ihr nicht sprecht?

Wir nutzen eine Mischung aus Sprachlern-Apps, Übersetzer-Tools und natürlich Händen und Füßen. Oft reichen ein paar Brocken der Landessprache und ein Lächeln, um das Eis zu brechen.

Darf man im Ausland mit dem Fahrrad auf der Autobahn oder Schnellstraße fahren?

Das ist von Land zu Land sehr unterschiedlich. In einigen Ländern (wie z. B. teilweise in Spanien) ist es auf bestimmten Abschnitten erlaubt oder die einzige Verbindung, während es in anderen streng verboten ist. Wir versuchen sie zu meiden, da es meist laut und ungemütlich ist.

Wie sicher sind eure Fahrräder vor Diebstahl geschützt?

Sicherheit hat für uns hohe Priorität. Neben stabilen Schlössern nutzen wir eine bewegungssensitive Fahrrad-Alarmanlage. Das gibt uns besonders nachts im Zelt ein deutlich besseres Gefühl.

Wie geht ihr mit der Videobearbeitung und dem Hochladen während der Reise um?

Das Schneiden der Videos ist zeitintensiv und findet oft an Ruhetagen oder bei schlechtem Wetter statt. Da wir „slow travel“ betreiben, nehmen wir uns bewusst die Zeit dafür, haben aber auch unseren Rhythmus angepasst, um die Reise selbst noch genießen zu können.

Wie ist das mit wilden Tieren oder Streunern auf der Strecke?

Wir treffen unterwegs ständig auf Tiere – von neugierigen Katzen im Restaurant bis hin zu Hunden, die uns in ihr Rudel aufnehmen. Meistens sind diese Begegnungen sehr friedlich und bereichern unsere Reiseerlebnisse ungemein, doch manchmal begegnen wir auch aggressiven Hunden. In solchen Situationen fahren wir langsamer, halten notfalls an und brüllen das Tier an, bis es wieder Abstand nimmt.

Wie sieht es bei euch mit dem Thema Impfen aus?

Vor unserer Reise im Jahr 2024 haben wir uns in Deutschland bereits gegen einige wichtige Krankheiten impfen lassen, auch wenn wir zu diesem Zeitpunkt leider nicht alle ärztlichen Empfehlungen vollständig umsetzen konnten. Wir starteten mit einem Basisschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Hepatitis A und Typhus. Während unserer Reise ergab sich im August 2025 in Brasilien dann die Gelegenheit, die Gelbfieberimpfung nachzuholen, um für die Weiterreise nach Paraguay optimal vorbereitet zu sein.

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