Foto von den Termas del Dayman Kinderbecken

Thermalquellen und eine Überraschung [#39]

Nach den erholsamen Tagen bei unserem Host in Salto setzten wir unsere Reise fort. Bevor wir die Stadt endgültig verließen, füllten wir im Supermarkt unsere Vorräte auf und erkundeten noch ein wenig die Umgebung. In einem Restaurant trafen wir zufällig auf ein Paar aus Belgien und Frankreich, die mit ihrem Auto auf großer Reise waren. Nach einem inspirierenden Austausch radelten wir weiter zu den Termas del Daymán.

Dort checkten wir für zwei Tage auf einem Campingplatz ein. Das Besondere: Schon auf dem Platz gab es zwei eigene Thermalbecken. An unserem Pausentag besuchten wir dann die eigentlichen Thermen von Daymán. Das Wasser dort ist weltbekannt für seine heilenden Eigenschaften – es stammt aus dem Guaraní-Aquifer und ist reich an Mineralien wie Kalzium und Magnesium. Mit Temperaturen von bis zu 42°C war das Wasser teils sehr heiß, aber es gab zum Glück auch Pools, in denen das Wasser für eine Abkühlung heruntergekühlt wurde. Nach einem kleinen Rundgang durch den Ort kehrten wir entspannt zum Campingplatz zurück.

Die nächste Etappe führte uns zu den Termas de Guaviyú, wo es uns so gut gefiel, dass wir spontan drei Nächte blieben, um das Thermalwasser ausgiebig zu genießen. Nach einer weiteren Etappe und einer Übernachtung auf einem Campingplatz mit großer Gemeinschaftsküche erreichten wir schließlich Paysandú.

Überraschender Bootsausflug in Paysandú

In Paysandú buchten wir eine Ferienwohnung für drei Nächte, da wieder Regen angekündigt war. Ein absoluter Glücksgriff! Noch am Tag des Einzugs luden uns die Besitzer der Wohnung spontan zu einem Bootsausflug zur Isla Caridad (mitten im Río Uruguay) ein. Am Abend trafen wir uns am Hafen und schipperten zur Insel. Dort lernten wir die halbe Familie kennen, quatschten ausgiebig und genossen die besondere Atmosphäre, bevor es zurück zum Festland ging.

Der Weg ins Landesinnere: Von Young nach Trinidad

Von Paysandú aus führte uns die Route nach Young, wo wir am Abend ankamen. Nach einem Pausentag mit Lebensmitteleinkauf und Stadtbesichtigung setzten wir unsere Fahrt Richtung Süden fort.

Für die Strecke nach Trinidad ließen wir uns drei Tage Zeit und verbrachten zwei Nächte beim Wildcampen. Ein Highlight war die Überquerung des Sees bei Andresito, der landschaftlich wirklich wunderschön war. Ansonsten prägten eingezäunte Felder, weite Wiesen und Wälder das Bild, während wir Kilometer um Kilometer auf dem Seitenstreifen der Straße zurücklegten.

In Trinidad angekommen, hatten wir eine klare To-Do-Liste: Benzin für den Kocher besorgen, Vorräte aufstocken und ab ins Hotel. Geplant war nur eine Nacht, doch das Wetter machte uns erneut einen Strich durch die Rechnung. Da es am Tag der Abreise wie aus Eimern regnete, verlängerten wir kurzerhand um eine weitere Nacht, um trocken und sicher weiterziehen zu können.

Über Hügel und Hitze: Der Weg nach San José de Mayo

Nachdem der Regen in Trinidad abgezogen war, setzten wir unsere Reise in Richtung San José de Mayo fort. Die Fahrt dauerte einige Tage und verlangte uns körperlich einiges ab: Es war wieder sehr warm und das Gelände war ein ständiges Auf und Ab. Die Landschaft blieb dabei eher eintönig – Kilometer um Kilometer radelten wir an endlosen, eingezäunten Feldern und Wäldern vorbei. So richtig spannend war die Strecke nicht, aber wir kamen gut voran.

In San José de Mayo gönnten wir uns für eine Nacht ein Hotelzimmer, um neue Kraft zu tanken. Am nächsten Tag führte uns der Weg nach Santa Lucía. Dort checkten wir ebenfalls in ein Hotel ein. Das Highlight war der Pool der Unterkunft: Den nutzten wir am Abend, um nach der anstrengenden Fahrt in der Hitze endlich etwas abzukühlen und zu entspannen.

Das Ziel vor Augen: Ankunft in Montevideo

Nach einer letzten Nacht beim Wildcampen war es schließlich so weit: Wir erreichten Montevideo. Die Ankunft in der Hauptstadt war ein Meilenstein für uns. Da Uruguay preislich eine echte Herausforderung ist und viele Unterkünfte schlichtweg zu teuer für unser Budget waren, hatten wir uns dieses Mal für ein Hostel entschieden – das erste auf unserer gesamten langen Reise.

Das Hostel war eine gute Wahl:

  • Privatsphäre: Wir hatten ein eigenes Doppelzimmer für uns.
  • Gemeinschaft: Wir teilten uns die Küche, das Bad, die Aufenthaltsräume und eine tolle Dachterrasse mit anderen Reisenden.
  • Sicherheit: Ein wichtiger Punkt für uns – unsere Fahrräder konnten sicher drinnen in einem Gemeinschaftsraum untergebracht werden.

Die einzige Herausforderung war die Hitze. Da unser Zimmer kein direktes Fenster nach draußen hatte, staute sich die warme Luft ziemlich stark. Trotzdem genossen wir es, erst einmal angekommen zu sein und die Stadt von unserer Basis aus zu erkunden.

Wir erreichten die Hauptstadt pünktlich zur Weihnachtszeit und verbrachten die Tage zwischen Weihnachten und Silvester in unserem Hostel. Es war eine besondere Zeit, um die Stadt in aller Ruhe „unsicher“ zu machen.

Dabei wechselten wir immer wieder das Transportmittel: Mal waren wir mit unseren Fahrrädern unterwegs, mal nutzten wir den lokalen Bus, um die verschiedenen Stadtteile zu erkunden.

Montevideo hat uns vielseitige Einblicke geboten:

  • Natur und Aussicht: Wir schlenderten durch weitläufige Parks und suchten uns Spots mit einem fantastischen Ausblick über die gesamte Stadt.
  • Kultur: Wir besuchten verschiedene Museen und tauchten ein wenig in die Geschichte und Kunst Uruguays ein.
  • Abkühlung: Ein Highlight war das Baden im Río de la Plata. Bei der sommerlichen Hitze tat das Wasser unglaublich gut und es war spannend zu sehen, wie sich das Leben der Hauptstädter am Wasser abspielt.

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